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Guantánamo-Häftlinge kommen nicht mehr in den Jemen

Guantanamo-Häftlinge aus dem Jemen werden vorerst nicht mehr in ihre Heimat überstellt.Großansicht
Washington (dpa) - Die USA überstellen vorerst keine weiteren Guantánamo-Häftlinge aus dem Jemen in ihre Heimat. Die US-Behörden hätten den Transfer aus Sicherheitsgründen gestoppt, sagte der Sprecher im Weißen Haus, Robert Gibbs.

Es werde befürchtet, dass die Entlassenen in dem arabischen Land vom Terrornetz El Kaida rekrutiert werden. Der Beschluss dürfte nach Einschätzung von Experten die von Präsident Barack Obama versprochene rasche Schließung von Guantánamo weiter erschweren. Fast die Hälfte der fast 200 Häftlinge, die derzeit noch in dem Gefangenenlager auf Kuba einsitzen, stammen aus dem Jemen.

Nach dem vereitelten Attentat auf ein amerikanisches Passagierflugzeug an Weihnachten waren der Jemen und die Rolle des dortigen El-Kaida-Netzes verstärkt ins Visier der Terrorfahnder geraten. Nach den Worten Obamas wurde der mutmaßliche Attentäter, der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab, im Jemen auf seinen Anschlag vorbereitet. Dort habe er auch den Sprengstoff erhalten. Er soll dort auch Kontakt zu entlassenen ehemaligen Guantánamo-Häftlingen gehabt haben.

«Wir überstellen keine Häftlinge mehr in Länder wie den Jemen, wo ihre Überwachung fragwürdig ist», sagte Gibbs. Dennoch halte die US- Regierung weiter an der Schließung des weltweit umstrittenen Gefangenenlagers fest. US-Präsident Barack Obama hatte die Schließung von Guantánamo ursprünglich für Januar ins Auge gefasst. Der Termin kann jedoch wegen zahlreicher ungelöster praktischer wie juristischer Probleme nicht eingehalten werden.

Terrorismus / USA
06.01.2010 · 13:57 Uhr
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