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Grüne wollen Merkels Krisenmanagement nicht mehr verteufeln

Führende Europapolitiker der Grünen fordern einen radikalen Kurswechsel ihrer Partei. Foto: Stefan SauerGroßansicht

Berlin (dpa) - Führende Europapolitiker der Grünen fordern vor der Europawahl einen radikalen Kurswechsel ihrer Partei.

In einem internen Strategiepapier, das der «Welt am Sonntag» vorliegt, verlangen die Europa-Experten aus Partei und Bundestagsfraktion eine Abkehr von der Pauschalkritik am Euro-Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel. Es sei falsch gewesen, dass die Grünen bisher für jede Sparmaßnahme in den Euro-Krisenstaaten «immer eine persönliche Verantwortung der Kanzlerin konstruiert» hätten, heißt es in dem Papier des europapolitischen Sprechers der Grünen-Fraktion, Manuel Sarrazin, und des Sprechers der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa, Michael Scharfschwerdt.

Die Grünen müssten sich eingestehen, dass sie Europa nicht mit einem «großangelegten europäischen Konjunkturprogramm überziehen» könnten. Der Aufruf steht im Widerspruch zum Entwurf der Grünen-Parteispitze für das Wahlprogramm zur Europawahl im Mai 2014.

EU / Finanzen / Grüne
01.12.2013 · 08:41 Uhr
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