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Grüne wollen Merkel im Kundus-Ausschuss hören

Wolfgang SchneiderhanGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Grünen wollen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kundus-Untersuchungsausschuss des Bundestages befragen.

«Ich gehe davon aus, dass wir auch die Bundeskanzlerin werden hören müssen», sagte der Grünen-Vertreter in dem Ausschuss, Omid Nouripour, am Mittwoch im Deutschlandfunk. Es gehe um die Frage, warum der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung nach dem Bombardement tagelang wider besseren Wissens behaupten durfte, dass es keine zivilen Opfer gegeben habe.

«Das ist so etwas wie eine Aushebelung der Richtlinienkompetenz», sagte Nouripour. «Wir wollen vom Kanzleramt wissen, ob die Informationsflüsse dort stimmen.» Nouripour rechnet auch mit einer Aussage des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier (SPD) vor dem Ausschuss.

Der frühere Bundeswehr-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan und der ehemalige Verteidigungs-Staatssekretär Peter Wichert sollen heute erneut von dem Gremium angehört werden. Die beiden von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) entlassenen Spitzenbeamten wurden bereits im März erstmals vernommen. Die Opposition will sie nun mit den Aussagen Guttenbergs konfrontieren, die von ihren eigenen Angaben abweichen.

Verteidigung / Bundeswehr / Untersuchungsausschuss / Afghanistan
29.09.2010 · 10:08 Uhr
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