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Grüne verlangen Klarheit zu «Stand By»-AKW

Ansicht von Block I und Block II des Gemeinschaftskernkraftwerks Neckar. (Archiv)Großansicht

Berlin (dpa) - Die Grünen fordern von der Bundesregierung eine unabhängige Prüfung der Versorgungssicherheit und damit Klarheit, ob wirklich ein altes AKW in Bereitschaft gehalten werden muss.

Die Regierung verlasse sich mit Blick auf mögliche Stromengpässe im Winter zu stark auf Quellen, die der Atomindustrie nahe stehen, wird in dem Antrag kritisiert, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag. «Die zur Verifizierung notwendigen Daten, die zur Zeit nur den Netzbetreibern vorliegen, müssen allgemein zugänglich gemacht werden», fordert die Grünen-Fraktion in dem am Dienstag beschlossenen Antrag, der nun in den Bundestag eingebracht werden soll.

Ingrid Nestle, Grünen-Sprecherin für Energiewirtschaft, betonte: «Die Bundesregierung entscheidet ins Blaue hinein. Das ist bei Atomkraft unverantwortlich.» Die «Kaltreserve» ist besonders Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) wichtig - Experten halten den Plan für sehr fragwürdig, weil es bis zu drei Tage dauert, ein abgeschaltetes Atomkraftwerk wieder anzufahren. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will lieber eine Reserve aus Gas- und Kohlekraftwerken. Die Bundesnetzagentur soll nun bis September entscheiden, ob man überhaupt eines der sieben ältesten AKW, die alle stillgelegt werden sollen, bis 2013 in Bereitschaft halten muss.

Energie / Atom / Grüne
07.06.2011 · 21:53 Uhr
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