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Grüne nach Fukushima-Hoch wieder im Sinkflug

Die Grünen-Bundesvorsitzenden Cem Özdemir und Claudia Roth (r) überreichen der Grünen-Spitzenkandidatin im Saarland, Simone Peter, vor der Sitzung des Parteirates in Berlin einen Blumenstrauß. Foto: Maurizio GambariniGroßansicht

Berlin (dpa) - Rekord-Umfragewerte, Debatten über einen grünen Kanzlerkandidaten, der erste grüne Ministerpräsident: 2011 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Grünen. Wie keine andere Partei profitierte die Anti-Atom-Partei vom Reaktorunglück im japanischen Fukushima im März 2011.

Ein Jahr danach sinkt die Zustimmung zu den Grünen aber wieder deutlich. Bei der Saarland-Wahl zogen sie mit genau 5 Prozent gerade noch so in den Landtag ein. Sie kamen mit etwa 120 Stimmen über die Fünf-Prozent-Hürde.

Mit der Atomkatastrophe von Fukushima stiegen die Umfragewerte der Grünen bis auf einen Spitzenwert von 24 Prozent im Juni 2011. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erreichten sie ein Rekordergebnis und stellen seitdem erstmals einen Ministerpräsidenten. Auch in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Bremen erzielten die Grünen Rekorde. Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern gelang der Partei erstmals der Einzug in den Landtag: Damit sind die Grünen in allen Landesparlamenten vertreten.

Der erste Dämpfer kam aber bei der Berlin-Wahl im September 2011. Die Partei erreichte zwar ihr bestes Ergebnis (17,6 Prozent), Herausforderin Renate Künast, die eigentlich Regierungschefin werden wollte, unterlag aber deutlich Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Seit Herbst 2011 sanken auch die bundesweiten Umfragewerte. Mitte März 2012 erreichten die Grünen mit 13 Prozent den schlechtesten Wert seit zwei Jahren.

Wahlen / Landtag / Saarland
26.03.2012 · 16:22 Uhr
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