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Grüne: Lafontaines Rückkehr gefährdet Rot-Rot-Grün im Saarland

Berlin (dts) - Die Pläne des bisherigen Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Oskar Lafontaine, haben im Saarland Kritik bei den Grünen hervorgerufen. Während die SPD zunächst keinen Kommentar abgeben wollte, nannte Saarlands Grünen-Fraktionschef Hubert Ulrich die Entscheidung Lafontaines einen "Affront gegen Rot-Rot-Grün". Lafontaine hatte heute bekanntgegeben, den Fraktionsvorsitz im Bundestag niederzulegen und statt dessen den Vorsitz der Linksfraktion im saarländischen Landtag antreten zu wollen. Bereits im Vorfeld hatten die Grünen angekündigt, nur dann einem Bündnis aus SPD, Linkspartei und Grünen zuzustimmen, wenn Lafontaine in der Landespolitik des Saarlands nur eine geringe bis gar keine Rolle spielt. So fürchtet Grünen-Chef Hubert Ulrich, dass sich Lafontaine lediglich als "Neben-Ministerpräsident neben Heiko Maas installieren will", sein "sprunghaftes Verhalten" sei mit niemandem abgestimmt gewesen und "nicht gerade hilfreich." Ulrichs Partei will nun auf dem Landesparteitag am kommenden Sonntag über die Entscheidung zugunsten eines rot-rot-grünen Bündnisses oder doch einer Jamaika-Koalition mit CDU und FDP abstimmen. Lafontaines "eher als Drohung denn als Hilfe" verstandene Rückkehr könne, Stimmen aus den Reihen der Grünen zufolge, bisherige Unterstützer einer rot-rot-grünen Koalition allerdings eher abschrecken als bestärken.
DEU / Landespolitik / Saarland
09.10.2009 · 18:33 Uhr
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