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Grüne: Bereits vier Mal Verluste bei Bundestagswahlen

Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl. Die Partei blieb deutlich unter 10 Prozent. Foto: Bernd von JutrczenkaGroßansicht

Berlin (dpa) - Bei der jüngsten Bundestagswahl (8,4 Prozent) haben die Grünen zum vierten Mal auf Bundesebene Stimmen eingebüßt. Schon 2005 verloren sie geringfügig 0,4 Prozentpunkte und rutschten von 8,6 auf 8,1 Prozent ab.

1998 waren es 0,6 Punkte. Damals kam die Partei nur noch auf 6,7 Prozent. Irritationen über unpopuläre Programmvorschläge waren der Grund für diesen Rückgang.

Bei der ersten Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung 1990 scheiterten die West-Grünen, weil sie zum alles beherrschenden Thema deutsche Einheit keine Position bezogen. Mit 4,8 Prozent (minus 3,5 Prozentpunkte) kamen sie nicht über die Sperrklausel. Die ostdeutschen Grünen konnten nur dank einer Sonderregelung ins Parlament einziehen.

Bei Landtagswahlen mussten die Grünen bislang Dutzende Male Stimmenverluste verbuchen, zuletzt in Bayern von 9,4 auf 8,6 Prozent (minus 0,8) und aktuell in Hessen von 13,7 auf etwa 11 Prozent. Die erste Enttäuschung gab es bereits 1982 in Hamburg (minus 0,9 Punkte). In der Hansestadt gab es 2001 auch den massivsten Rückschlag bei einer Landtagswahl: minus 5,4 Punkte.

Wahlen / Bundestag / Grüne / #btw13
19.10.2013 · 09:30 Uhr
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