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Grüne auf Rekordhoch, FDP im Tief

Claudia RothGroßansicht

Mainz/Köln (dpa) - Der Höhenflug der Grünen hält an. Wäre an diesem Sonntag Bundestagswahl, kämen sie auf 23 Prozent, ergab eine am Freitag in Mainz vorgestellte Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen.

Dies ist ein Zuwachs in der Wählergunst um vier Punkte im Vergleich zum ZDF-«Politbarometer» Anfang April. Im von Infratest dimap errechneten ARD-«Deutschlandtrend» liegen die Grünen derzeit sogar bei 24 Prozent (plus ein Punkt).

Laut «Politbarometer» bleibt die Union unverändert bei 34 Prozent. Alle anderen Parteien büßten jeweils einen Punkt ein: SPD und Linke landen bei 27 beziehungsweise 7 Prozent; die FDP erreicht nach Angaben der Meinungsforscher nur noch 4 Prozent und fuhr damit laut ZDF den schlechtesten Wert im «Politbarometer» seit 1999 ein.

Im ARD-«Deutschlandtrend» gewinnt die Linke einen Punkt und kommt auf acht Prozent, dagegen verlieren SPD (26 Prozent) und FDP (4 Prozent) jeweils einen Prozentpunkt. CDU/CSU verharren bei 33 Prozent. Rot-Grün kommt demnach weiterhin auf insgesamt 50 Prozent. Die Regierungskoalition von CDU und FDP hat 37 Prozent der Bürger hinter sich.

Laut «Politbarometer» hilft den Liberalen auch nicht der angekündigte Führungswechsel an der Parteispitze, wo Gesundheitsminister Philipp Rösler Außenminister Guido Westerwelle ablösen wird. 57 Prozent der Befragten glauben, dass es dem 38-jährigen Rösler nicht gelingen wird, seine Partei erfolgreich in die Zukunft zu führen.

Neu auf Platz eins der zehn beliebtesten Politiker ist SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Auf Platz zwei kommt Verteidigungsminister Thomas de Maizière, gefolgt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU). Trotz Plagiataffäre erreicht Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) immer noch Platz vier. Er hatte die Liste ein Jahr lang angeführt. Ganz aus der Liste gefallen sind Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin und Westerwelle.

72 Prozent stimmen laut «Politbarometer» auch dann einem schnelleren deutschen Ausstieg aus der Kernenergie zu, wenn andere EU-Staaten an der Atomkraft festhalten. Die Einschätzung wird von allen Parteianhängergruppen mehrheitlich geteilt. Laut Forschungsgruppe Wahlen birgt ein schnellerer Ausstieg aber für 42 Prozent wirtschaftliche Nachteile - nur 23 Prozent erwarten Vorteile.

In der Frage nach einem humanitären Einsatz deutscher Soldaten in Libyen sind die Deutschen laut «Deutschlandtrend» gespalten. 45 Prozent der Befragten lehnen einen Einsatz ab. Zudem ist mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Bürger ist gegen eine Aufnahme von Nordafrikanern aus den Krisengebieten.

Parteien / Umfragen
15.04.2011 · 15:41 Uhr
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