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Großoffensive gegen Taliban in Afghanistan

Britischer SoldatGroßansicht
Kabul (dpa) - Im Süden Afghanistans hat die größte Offensive gegen die radikal-islamischen Taliban seit dem Sturz ihres Regimes Ende 2001 begonnen. 15 000 Soldaten rückten gegen die Aufständischen in der südafghanischen Provinz Helmand vor und stießen dabei zunächst auf wenig Gegenwehr.

Die afghanischen und ausländischen Soldaten seien nach Beginn der Operation «Muschtarak» (Gemeinsam) am Samstag zu Fuß, in Lastwagen und mit Hubschraubern in den Distrikt Mardscha einmarschiert, sagte US-Armeesprecher Abraham Sipe. Die Taliban würden bislang «minimalen Widerstand» leisten.

An dem Einsatz sind Truppen aus den USA, Großbritannien, Dänemark, Estland und Kanada sowie Afghanistan beteiligt. Ziel sei, die Taliban aus ihrer Hochburg Mardscha in der Provinz Helmand zu vertreiben, teilte die Internationale Schutztruppe ISAF mit. Die Truppen würden mit «überwältigender Gewalt» gegen jene Aufständischen vorgehen, die das Angebot der Regierung nicht annehmen, sich zu reintegrieren und sich in den politischen Prozess einzugliedern. Die Soldaten würden sich besonders darauf konzentrieren, die Zivilbevölkerung zu schützen.

Vor Beginn der seit Tagen angekündigten Offensive waren zahlreiche Zivilisten aus Mardscha und der Umgebung in die Provinzhauptstadt Laschkarga geflohen. Mardscha ist derzeit unter vollständiger Kontrolle der Taliban und Afghanistans wichtigstes Handelszentrum für Rohopium. Die Taliban finanzieren sich auch mit dem Drogenhandel.

Konflikte / Afghanistan
13.02.2010 · 08:54 Uhr
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