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Große Enttäuschung in Madrid

Nach der Niederlage in der letzten Runde flossen in Madrid Tränen.Großansicht
Madrid (dpa) - Lange Gesichter in Madrid: Mit großer Enttäuschung haben die Einwohner der spanischen Hauptstadt am Freitag auf das Scheitern ihrer Olympia-Bewerbung für 2016 reagiert.

«Wir wussten, dass es schwierig werden würde, weil Rio de Janeiro der große Favorit war», sagte eine junge Frau vor dem Königspalast im Herzen Madrids, wo mehrere Tausend Menschen bei strahlendem Sonnenschein die Wahl in Kopenhagen auf zwei Riesenleinwänden verfolgt hatten. «Aber dennoch haben wir gehofft», fügte sie unter Tränen hinzu.

«Es war schön, dabei gewesen zu sein. Und wir können stolz sein, es bis ins Finale geschafft zu haben», meinte ein anderer Jugendlicher. Die spanische Hauptstadt, die als Außenseiter ins Rennen gegangen war, schied erst in der entscheidenden dritten Runde gegen Rio de Janeiro aus.

Spaniens Königin Sofía sagte: «Wir sind enttäuscht. Aber wir gratulieren Rio de Janeiro und müssen die herausragende Arbeit der Madrider Kandidatur und die Leistung der Spanier hervorheben.» «So ist Sport. Rio hatte eine tolle Kandidatur, Madrid auch, aber Rio hat gewonnen. Das tut sehr weh.», erklärte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero.

Madrids Olympia-Traum ist damit bereits zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren geplatzt. Damals war die Drei-Millionen-Metropole mit ihrer Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 knapp London unterlegen. Zudem hatte sich Madrid seinerzeit um die Olympischen Spiele 1972 bemüht, die nach München gingen. Am vergangenen Sonntag waren bis zu 400 000 Madrilenen an den Cibeles-Brunnen geströmt, um die Kandidatur ihrer Stadt zu unterstützen. Ihr Motto lautete «Ich habe eine Vorahnung» - diese hat sich aber nicht wie erhofft erfüllt.

KORR-Ausland / Olympia / 2016 / Rio
02.10.2009 · 21:00 Uhr
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