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Großbritannien weist libyschen Botschafter aus

London (dpa) - Großbritannien hat den libyschen Botschafter Omar Dschelban ausgewiesen. Das bestätigte Außenminister William Hague am Sonntag. Der Schritt kam, nachdem eine aufgebrachte Menge die leerstehende britische Botschaft in Tripolis angegriffen und wohl zerstört hat.

Hague sagte, der libysche Botschafter sei «persona non grata» («unerwünschte Person») in Großbritannien. Er habe 24 Stunden, um das Land zu verlassen.

«Ich verurteile die Angriffe auf die Gebäude der britischen Botschaft in Tripolis genauso wie die Angriffe auf die Vertretungen anderer Länder», sagte Hague. Das Gaddafi-Regime müsse die diplomatischen Vertretungen schützen. Das Regime habe erneut seine internationalen Verpflichtungen verletzt.

Vorausgegangen war ein Luftschlag der Nato, bei dem ein Sohn von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi, Saif al-Arab, sowie drei Gaddafi-Enkel ums Leben gekommen sein sollen. Hague und Premierminister David Cameron verteidigten die Luftangriffe auf libysche Ziele. Sie dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung und befänden sich im Einklang mit der UN-Resolution 1973.

Konflikte / Großbritannien / Libyen
01.05.2011 · 22:03 Uhr
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