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Großbritannien wartet auf neue Regierung

Wer mit wem? Die Suche nach einer neuen Regierung für Großbritannien ist in vollem Gang.Großansicht
London (dpa) - Großbritannien wartet auch vier Tage nach der Wahl weiter auf seine neue Regierung: Am Montagmorgen gingen die fieberhaften Verhandlungen für eine neue Führung in die nächste Runde.

Die konservativen Tories mit Chef David Cameron und die Liberaldemokraten und ihr Spitzenmann Nick Clegg wollten zu neuen Gesprächen zusammentreffen. Am Abend wollte Cameron mit seinem Schattenkabinett und seinen Abgeordneten reden. Details über die Gespräche wurden zunächst nicht bekannt. Auch der amtierende Premier Gordon Brown von der Labour-Partei, die bei der Wahl schwere Verluste hatte hinnehmen müssen, hatte sich am Sonntag mit Clegg getroffen.

Am vergangenen Donnerstag waren die Tories zwar stärkste Partei bei der Wahl geworden. Um regieren zu können, sind sie aber auf kleinere Parteien wir die Liberaldemokraten angewiesen. Über das Wochenende hatten Tories und «Lib Dems» stundenlang verhandelt. Unsicher blieb weiterhin, ob Tories und Liberaldemokraten in einer Koalition zusammenarbeiten würden oder ob die Konservativen sich in einer Minderheitsregierung von der kleinen Partei lediglich dulden lassen wollen.

Die Nachrichten über Fortschritte bei den Verhandlungen für eine neue Regierung in Großbritannien sorgten unterdessen am Montagmorgen an der Londoner Börse für Zuversicht. Statt wie befürchtet in Angst zu verfallen, reagierten die Märkte entspannt auf die Fortsetzungen der Gespräche zwischen den großen Parteien. Über das Wochenende war befürchtet worden, dass Investoren das Vertrauen in das Britische Pfund verlieren könnten, wenn es eine schwache Regierung gibt oder die Verhandlungen sich länger hinziehen. Die neue Regierung muss dringend den Schuldenberg und die Wirtschaftsprobleme des Landes anpacken.

Das Pfund stieg am Montagmorgen gegenüber dem Dollar um fast einen Cent auf 1,4865 Dollar. Der wichtigste Aktienindex FTSE 100 legte nach scharfen Verlusten am Freitag am Montag um 3,4 Prozent zu. Gegen den Euro allerdings fiel das Pfund nach der Entscheidung für das Euro-Rettungspaket in Brüssel um einen Cent und lag bei 1,1510 Euro.

Wahlen / Großbritannien
10.05.2010 · 11:12 Uhr
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