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Großbritannien sieht Koalitionsregierung entgegen

London (dts) - Nach den gestrigen Unterhauswahlen in Großbritannien zeichnet sich immer deutlicher ein "Hung Parliament" ab. Dabei würde keine Partei die absolute Mehrheit und somit die Hälfte der insgesamt 650 Sitze erhalten. Somit müssten mehrere Parteien, wie beim deutschen Verhältniswahlrecht, eine Regierungskoalition bilden. Ein solcher Fall ist in dem in Großbritannien geltenden Parlamentssystem eher unüblich. Zur Stunde ist bereits der Großteil der abgegebenen Stimmen ausgezählt, die Besetzung von mehr als 600 Sitzen steht fest. Nach Auszählung von 606 der 650 Wahlkreise entfallen 287 Sitze und 36,2 Prozent der Stimmen auf die Konservativen unter Führung von David Cameron. Gegenüber der letzten Unterhauswahl im Jahr 2005 konnten die Tories somit bisher 89 Sitze zulegen. Deutliche Verluste von bislang 83 Sitzen muss hingegen die derzeit regierende Labour-Partei unter Gordon Brown hinnehmen. Die Partei kann bislang 241 Sitze und 28,9 Prozent der Stimmen für sich beanspruchen. Die Liberaldemokraten büßten im Vergleich zu 2005 sechs Sitze ein. Mit derzeit 22,9 Prozent der Stimmen kommen sie auf 51 Sitze. Die endgültigen Ergebnisse werden im Laufe des Tages veröffentlicht werden. Im Anschluss wird sich entscheiden, welche Parteien eine Koalition bilden werden.
Großbritannien / Parteien / Wahlen
07.05.2010 · 10:09 Uhr
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