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Großbritannien hält Referendum über Wahlrechtsreform ab

London (dts) - In Großbritannien findet am Donnerstag ein Referendum über eine Reform des bestehenden Wahlrechts statt. Die Liberaldemokraten wollen dabei eine Änderung des geltenden Mehrheitswahlrechtes erreichen, die Konservativen von Premierminister David Cameron wollen das gültige Abstimmungsverfahren beibehalten. Im sogenannten "Alternative Vote"-Verfahren der Liberalen könnten die Wähler Kandidaten nach ihrer Präferenz auf eine Rangliste schreiben.

Um einen Wahlkreis zu gewinnen, müsste ein Kandidat bei mindestens der Hälfte der Wähler auf Platz eins stehen. Damit hätten kleinere Parteien künftig bessere Chancen, ins Unterhaus einzuziehen. Im derzeitigen britischen Wahlrecht gewinnt der Kandidat mit den meisten Stimmen den Wahlkreis. Das neue Wahlrecht würde ab 2015 gelten. Laut einer Umfrage des ComRes-Instituts ist eine Mehrheit der Bevölkerung allerdings gegen eine Reform. Bei dem Referendum sind etwa 46 Millionen Menschen zur Stimmabgabe aufgerufen. Es ist das erste nationale Referendum seit 1975, als die Briten über den Verbleib in der EWG abstimmten. Parallel zum Referendum finden noch Regionalwahlen in Schottland, Wales und Nordirland statt.
Großbritannien / Wahlen / Parteien
05.05.2011 · 11:30 Uhr
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