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Griechenland protestiert gegen Herabstufung der Kreditwürdigkeit

Athen (dts) - Griechenland sieht die erneute Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch die Ratingagentur Standard & Poor`s (S&P) kritisch. Die Entscheidung beziehe sich auf Gerüchte und Aussagen von Vertretern der Europäischen Union (EU) und der Europäischen Zentralbank (EZB) und ignoriere intensive Unterredungen innerhalb der EU und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), teilte das griechische Finanzministerium am Montagabend mit. Zudem würden auch die Bemühungen der griechischen Regierung, eine Verletzung der vertraglichen Verpflichtungen des Landes zu vermeiden, nicht berücksichtigt.

Bis Ende Juni soll die Verpflichtung der Regierung von Premier Giorgos Papandreou auf die Reduzierung der Schuldenlast in einem Plan dokumentiert werden, hieß es aus Athen. S&P hatte die Kreditwürdigkeit Griechenlands am Montag um drei Stufen von "B" auf "CCC" gesenkt. Zudem bleibt der Ausblick "negativ", was eine weitere Herabstufung nach sich ziehen könnte. Als Begründung wurde eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer Umschuldung angegeben, bei der Gläubiger womöglich auf einen Teil ihres Geldes verzichten müssen. Durch die Herabstufung ist Griechenland nun das am niedrigsten bewertete Land der Welt. Die niedrigste Note ist eine Bewertung mit "D", was der Feststellung eines Zahlungs- und Kreditausfalls entspricht.
Griechenland / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie
13.06.2011 · 23:09 Uhr
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