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Griechenland-Hilfe und Euro-Rettung in Zitaten

Berlin (dpa) - Der richtige Weg zur Rettung Griechenlands und des Euro wird in der deutschen Politik seit langem kontrovers diskutiert. Ein Rückblick in Zitaten:

«Die Sache ist eine schwierige Sache, ob sie von Erfolg gekrönt ist, weiß niemand. Aber wenn man heute diesen Schritt nicht geht, ist der Misserfolg sicher.» (Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin am 27.2. im Deutschlandfunk über das Griechenland-Hilfspaket)

«Außerhalb der Währungsunion sind die Chancen Griechenlands, sich zu regenerieren und wettbewerbsfähig zu werden, mit Sicherheit größer, als wenn es im Euro-Raum verbleibt.» (Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am 25.2. zum Nachrichtenmagazin «Der Spiegel»)

«Die Kanzlerin versucht, mit geschönten Zahlen zu Griechenland eine Zustimmung des Bundestages zu erreichen.» (SPD-Haushaltsexperte Carsten Schneider am 23.2. in der «Bild»-Zeitung)

«Eine derartige Kritik an Deutschland und an den deutschen Verhandlungsführern können wir nicht akzeptieren.» (Außenminister Guido Westerwelle am 17.2. zu griechischer Kritik an der Rolle Deutschlands.)

«Die Griechen müssen raus aus dem Euro.» (Frank Schäffler, FDP-Bundestagsabgeordneter, am 17.2.)

«Merkel ist dabei, Europa zu zerstören, und zwar die Demokratie in Europa, aber auch den sozialen Zusammenhalt.» (Der saarländische Spitzenkandidat der Partei Die Linke, Oskar Lafontaine, am 16.2.)

«Wir machen das, um Griechenland zu helfen und zu keinem anderen Zweck.» (Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am 14.2. im ZDF-«heute-journal»)

«Als deutscher Finanzminister würde ich mich auf einen Plan B vorbereiten.» (Peer Steinbrück (SPD), Ex-Bundesfinanzminister, am 30.1.)

«Wir sagen, Europa hat seinen Preis, aber darüber hinaus auch seinen Wert. Das heißt aber nicht, dass man beliebig bereit ist, Gelder zu zahlen.» (Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) am 27.1. im Deutschlandfunk)

«Wir bekommen jetzt eine andere Schärfe in den Stabilitätspakt. Da sind Zähne gewachsen, vorher war es nur die Andeutung eines Gebisses.» (FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle am 31.12.2011 über die Ergebnisse des Euro-Gipfels im Dezember)

«Ich finde, auch die größten Skeptiker sollten ins Grübeln geraten, wenn alle führenden Kräfte der Republik, alle führenden Kräfte in Europa und nahezu alle führenden Kräfte in der Welt der Überzeugung sind, dass es richtig ist, diesen Weg zur Rettung des Euro zu gehen.» (Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am 29.10.2011 über die Euro-Skeptiker in seiner Partei)

«Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Es wäre nicht vertretbar und nicht verantwortlich, das Risiko nicht einzugehen. Eine bessere Alternative ... liegt mir, nach Prüfung aller Möglichkeiten, nicht vor.» (Bundeskanzlerin Angela Merkel am 26.10.2011 zum Ausbau des Rettungsschirms)

«Die Bedenken der Kritiker sind nicht ausgeräumt, sondern haben sich eher bestätigt.» (CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach vor der zweiten Abstimmung zum Euro-Rettungsschirm am 25.10.2011)

«Es dauert ein bisschen zu lange, wie die gegenwärtig Regierenden in Berlin, in Paris und anderswo, damit umgehen.» (Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) am 23.10.2011 in der ARD-Sendung «Günther Jauch»)

EU / Finanzen / Bundestag / Griechenland
27.02.2012 · 15:22 Uhr
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