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Great Barrier Reef von Ölpest bedroht

Ein Kohlefrachter aus China ist auf dem Great Barrier Reef vor Australien auf Grund gelaufen. An Bord befinden sich 65 000 Tonnen Kohle und 950 Tonnen Treibstoff.
Sydney (dpa) - Ein Kohlefrachter aus China ist auf dem Great Barrier Reef vor Australien auf Grund gelaufen. Um das havarierte Schiff bildete sich ein drei Kilometer langer und 100 Meter breiter Ölteppich, teilte die Behörde für Meeressicherheit im Bundesland Queensland mit.

Ein Versuch, dass Schiff bei Flut freizubekommen, scheiterte. Die Behörden fürchteten ein Auseinanderbrechen des 230 Meter langen Frachters. Die Marinepolizei stand bereit, die 24 Besatzungsmitglieder bei Gefahr zu retten.

Das Great Barrier Reef entlang der Ostküste Australiens ist das größte Korallenriff der Welt. Das empfindliches Ökosystem ist Lebensraum für tausende teils einzigartige Korallen- und Fischarten.

An Bord hat das Schiff 65 000 Tonnen Kohle und 950 Tonnen Öl. Ersten Untersuchungen zufolge war zunächst nur ein Tank mit 150 Tonnen Öl beschädigt worden. Die Behörde sprühte Chemikalien auf das Meer, um den Ölteppich aufzulösen. Der Eigner der «Shen Neng 1» habe eine Rettungsfirma beauftragt, sich um das Schiff zu kümmern, sagte der Behördensprecher Patrick Quirk. «Wir fürchten, dass die Rettungsaktion das Schiff weiter beschädigen und damit mehr Öl ausfließen könnte», sagte Queenslands Regierungschefin Anna Bligh.

Die «Shen Neng 1» war am späten Samstag bei voller Fahrt auf das Riff aufgelaufen. Sie war etwa 70 Kilometer von der Great-Keppel- Insel entfernt, 15 Kilometer außerhalb der Schifffahrtsstraße. Wieso sie so weit vom Kurs abkam, war zunächst unklar. Der Frachter hatte in Gladstone Kohle geladen und war auf dem Weg nach China.

Schifffahrt / Unfälle / Australien
04.04.2010 · 21:49 Uhr
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