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Google wehrt sich gegen Zensur in China

San Francisco/Peking (dts) - Der Suchmaschinen-Riese Google hat heute bekannt gegeben, seine Internetpräsenz in China nicht mehr der staatlichen Zensur unterwerfen zu wollen. Die chinesische Internetseite "Google.cn" sei im Januar 2006 online gestellt worden, weil man davon ausging, dass der Zugang zu mehr Informationen die Nachteile der offiziellen Internetzensur in China überwiegen würde, so der Chefjurist von Google, David Drummond, in einer Unternehmensmitteilung. Hintergrund der Überlegung, sich aus dem größten Internet-Markt der Welt zurückzuziehen, sind Hackerangriffe auf die GoogleMail-Konten chinesischer Menschenrechtsaktivisten im Dezember 2009. Man wolle mit der chinesischen Regierung über die Grundlage einer unkontrollierten Suchmaschine im Rahmen des Gesetzes diskutieren, so Drummond. Google sei sich jedoch bewusst, "dass das auch die Abschaltung von Google.cn" bedeuten könne. Applaus erntete der US-Konzern von Menschenrechtsorganisationen und chinesischen Bloggern, die Aktie schwächelte unterdessen aufgrund der finanziellen Einbußen. In China werden Internetseiten vom Staat kontrolliert und jeder Zugriff auf "verbotene" Inhalte wird überwacht, bestimmte Seiten und Informationen sind für die Nutzer nicht abrufbar.
China / USA / Internet / Telekommunikation / Google
13.01.2010 · 21:32 Uhr
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