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Gomez: Vorgänge im EM-Gastgeberland «nicht gut»

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München (dpa) - Fußball-Nationalspieler Mario Gomez verfolgt die aktuellen Vorgänge im Land des EM-Mitgastgebers Ukraine mit Unbehagen. «Ich persönlich finde es nicht gut», sagte der 26 Jahre alte Profi des FC Bayern am Freitag in München.

Nach den Bombenanschlägen in der Stadt Dnjepropetrowsk, die bei der Europameisterschaft vom 8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine kein Spielort ist, war eine Sicherheitsdebatte entbrannt. Zudem steht die ukrainische Regierung wegen des umstrittenen Umgangs mit der inhaftierten früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko massiv in der Kritik. Gomez äußerte sich dazu zurückhaltend, auch wenn DFB-Präsident Wolfgang Niersbach die Nationalspieler jüngst zu Meinungsäußerungen ermuntert hatte: «Ich will nicht unbedingt, dass mein Name in Verbindung mit diesen Schlagzeilen steht.»

Allgemein betonte der Nationalspieler: «Ich finde es auch nicht gut, wenn irgend woanders eine Bombe fällt, unabhängig davon, ob in einem Land im Sommer ein großes Sportturnier stattfindet oder nicht.» Die derzeitige politische Debatte um EM-Boykotte überrascht ihn nicht: «Das kennen wir auch schon seit Jahren, dass der Sport eine große Aufmerksamkeit bringt. Deswegen wird das auch schon benutzt.»

Die deutsche Nationalmannschaft wird während der EM zwar im polnischen Danzig ihr Basis-Quartier beziehen. Aber in der Vorrunde wird sie alle drei Gruppenspiele gegen Portugal (9. Juni/Lwiw), die Niederlande (13. Juni/Charkow) und Dänemark (17. Juni/Lwiw) in der Ukraine bestreiten.

Fußball / EM / Justiz / Timoschenko / Ukraine / Deutschland
04.05.2012 · 21:46 Uhr
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