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Gnadengesuch von US-Todeskandidatin abgelehnt

Teresa Lewis soll am 23. September im Gefängnis von Greensville County mit einer Giftspritze hingerichtet werden (Archiv- und Symbolbild)Großansicht

Washington (dpa) - Die erste Hinrichtung einer Frau im US- Bundesstaat Virginia seit fast 100 Jahren wird voraussichtlich wie geplant am kommenden Donnerstag stattfinden.

Der Gouverneur des Bundesstaates, Bob McDonnell, lehnte am Freitag ein Gnadengesuch der wegen Mordes an ihrem Ehemann und Stiefsohn zum Tode verurteilten Teresa Lewis ab. Die 41-Jährige soll am 23. September um 21 Uhr (24. September 0300 MESZ) im Gefängnis von Greensville County mit einer Giftspritze hingerichtet werden, sollte nicht noch das Oberste Gericht der USA einem Antrag der Verteidigung stattgeben und die Vollstreckung des Urteils aufhalten.

Lewis hatte zugegeben, 2002 zwei Komplizen angeheuert zu haben, um ihren Mann und ihren Stiefsohn zu ermorden. Dann habe sie tatenlos in der Küche gesessen, während die tödlichen Schüssen fielen und ihr Mann langsam verblutete.

Das Urteil ist umstritten, da Lewis nur über einen sehr geringen IQ verfügt. Nach Ansicht ihrer Anwälte grenzt ihr Geisteszustand an eine Behinderung, was ein Todesurteil ausschließen müsste. Zudem wird bemängelt, dass die Komplizen, die die Tat letztlich ausführten, mit lebenslangen Haftstrafen davongekommen sind.

Justiz / Hinrichtungen / USA
18.09.2010 · 10:25 Uhr
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