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Glühbirne adé - Was müssen Verbraucher beachten?

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München (dpa) - Der Abschied von der klassischen Glühbirne ist eingeläutet. Nach Beschluss der Europäischen Union soll sie vom 1. September an schrittweise vom Markt verschwinden, um Strom zu sparen und so auch den Klimaschutz voranzubringen.

Viele Verbraucher können sich aber nur schwer von ihrer gewohnten Beleuchtung trennen. In den vergangenen Wochen hatte es deshalb immer wieder Berichte über Hamsterkäufe bei Standard-Glühbirnen gegeben. Fragen und Antworten zum Thema:

Warum hat die EU die Regelungen auf den Weg gebracht?

Herkömmliche Glühbirnen gelten als Stromfresser. Nach Einschätzung von Experten wandeln sie nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht um, der Rest wird als Wärme in den Raum abgegeben. Die Bürger sollen deshalb zur Beleuchtung ihrer Wohnungen komplett auf Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen umsteigen. Mit der Verordnung werden aber keine Lampenarten verboten, sondern Anforderungen an Effizienz und Tauglichkeit aufgestellt. Da herkömmliche Lampen diesen Anforderungen nicht entsprechen, müssen sie schrittweise vom Markt weichen.

Für welche Glühbirnen gelten die Regelungen und wie sind sie gestaffelt?

Vom 1. September an sollen herkömmliche Mattglas-Glühbirnen und Glühbirnen mit einer Leistung von 100 Watt vom Markt verschwinden. Von September 2010 an folgen dann Birnen mit mehr als 60 Watt, ein Jahr später Glühbirnen mit mehr als 40 Watt und ab September 2012 Standard-Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 10 Watt. Von 2016 an ist dann auch ein Großteil der Halogenlampen betroffen.

Welche Einspareffekte haben Energiesparlampen?

Nach Angaben des Umweltbundesamtes wandeln diese Lampen etwa 25 Prozent der Energie in Licht um und haben damit eine erheblich höhere Ausbeute als herkömmliche Glühbirnen. Das Einsparvolumen beim Strom wird auf 80 Prozent geschätzt. Nach einer Beispielrechnung des Umweltbundesamtes sinken so die Stromkosten bei 10 000 Betriebsstunden zwischen 49 und 177 Euro, wenn eine alte Glühbirne gegen eine gleich helle und hochwertige Energiesparlampe ausgetauscht wird. Deutliche Einsparpotenziale sehen Experten aber auch beim Kohlendioxid-Ausstoß: Bei einem Austausch aller in privatem Gebrauch befindlichen Lampen würden sich die jährlichen CO2-Emissionen demnach in Deutschland um rund vier Millionen Tonnen verringern.

Wie steht es um die Lebensdauer?

Die Lebensdauer von Energiesparlampen variiert je nach Qualität und Preis nach Expertenschätzungen zwischen 1500 und bis zu 15 000 Stunden. Ein häufiges Ein- und Ausschalten kann die Lebensdauer allerdings beeinträchtigen. Es gibt aber auch widerstandsfähigere Modelle, Verbraucher sollten dies beim Kauf erfragen.

Warum gibt es auch Widerstand gegen Energiesparlampen?

Energiesparlampen enthalten bestimmte Mengen an Schadstoffen, beispielsweise Quecksilber. Sie dürfen deshalb auch nicht in den Hausmüll oder Glascontainer, sondern müssen wie alte Batterien gesondert entsorgt werden. Das hatte für Kritik gesorgt. Manche Verbraucher und Experten monieren aber auch ein «kaltes» Licht von Energiesparlampen, was auf den hohen Blauanteil im Licht zurückgeführt wird. Im Handel werden mittlerweile unterschiedliche Lichtfarben angeboten - von warmweiß bis tageslichtweiß.

Muss ich alle Standard-Glühbirnen jetzt wegwerfen?

Nein. Alle bisher gekauften Lampen können weiter verwendet werden. Auch Restbestände der betroffenen Lampenarten dürfen abverkauft werden. Die Verordnung regelt nur, was zukünftig in den Handel gebracht werden darf.

Elektro / Energie / Umwelt
30.08.2009 · 15:54 Uhr
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