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Globaler CO2-Ausstoß zur Hälfte aus vier Staaten

Kohlekraftwerk in ShenyangGroßansicht
Wiesbaden (dpa) - China, die USA, Russland und Indien sind für die Hälfte des weltweiten Ausstoßes von CO2 aus der Energiegewinnung und dem Verkehr verantwortlich.

Die Volksrepublik China habe 2007 die USA als größten Emittenten des klimaschädlichen Treibhausgases abgelöst, beide Länder zusammen hätten mehr als 40 Prozent der globalen Emissionen produziert, berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag auf der Grundlage von Daten der Internationalen Energieagentur (IEA). Von 1990 bis 2007 seien die CO2-Emissionen von rund 21 auf 29 Milliarden Tonnen gestiegen, fast die Hälfte des Zuwachses entfalle auf China.

Deutschland liegt nach diesen Angaben hinter Japan auf Platz 6 mit einem CO2-Ausstoß von 798 Millionen Tonnen (2007). Unter den 10 größten CO2-Emittenten, zu denen auch Kanada, Großbritannien, die Republik Korea und der Iran gehören, verzeichneten nur drei von 1990 bis 2007 einen Rückgang: Am stärksten gingen die CO2-Emissionen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in Russland zurück (minus 27 Prozent).

Deutschland verzeichnete einen Rückgang um 16,0 Prozent und Großbritannien um 5,4 Prozent. In den übrigen Ländern auf der Liste der 10 größten Emittenten stieg der Ausstoß an klimaschädlichem CO2, in China mit einem Plus von 172 Prozent am stärksten.

Die Emissionen pro Einwohner sind in den Schwellenländern immer noch deutlich niedriger als in den Ländern mit hohem Pro-Kopf- Einkommen: Nach dieser Berechnung waren die Emissionen pro Einwohner in den USA 2007 mit 19,1 Tonnen rund sechzehn Mal so groß wie in Indien (knapp 1,2 Tonnen).

Die Daten beziehen sich nach Angaben des Bundesamts ausschließlich auf Emissionen von CO2 aus der Verbrennung zur Erzeugung von Energie und in Fahrzeugen.

Umwelt / Klima / Gipfel
04.12.2009 · 12:22 Uhr
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