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Glaubenspräfekt schließt Rückkehr von Tebartz-van Elst nicht aus

München (dts) - Der Glaubenspräfekt der katholischen Kirche, der deutsche Erzbischof Gerhard Ludwig Müller, schließt eine Rückkehr des beurlaubten Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst in sein Amt ausdrücklich nicht aus. Im Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" erklärte Müller, wenn dem Limburger Oberhirten in Bezug auf seine Pflichten als Bischof nichts vorzuwerfen sei, dann müsse "die Gerechtigkeit und nicht das Kalkül Vorfahrt" bekommen. Zudem sei jeder Bischof "vom Heiligen Geist eingesetzt".

Kein Gremium könne sich anmaßen und sagen, "der hängt von unserem Vertrauen ab, oder wir wollen ihn nicht mehr haben". Der Bischof sei "kein Angestellter des Domkapitels oder eines anderen Gremiums menschlichen Rechts." Der Forderung, Wiederverheiratete sollten zur Kommunion zugelassen werden, erteilte der Erzbischof, der im Vatikan als Hüter der katholischen Dogmen wirkt, in "Focus" eine klare Absage. "Die Unauflöslichkeit der Ehe ist für uns ein von Gott geoffenbartes Dogma." Man könne "keine Praxis einführen, die die Lehre letztlich für irrelevant erklärt". Die jüngst auch vom Münchner Kardinal Reinhard Marx erhobene Kritik, Müller vertrete in diesem Punkt nur eine Einzelmeinung, wies der Glaubenspräfekt scharf zurück. Als Präfekt sei er "dem Papst persönlich verantwortlich und in dieser Sache sein erster und wichtigster Mitarbeiter". Insofern könne man sein Urteil nicht als "private Meinungsäußerung eines einzelnen Theologen abtun". Ausdrücklich betonte Müller, der Papst habe einen programmatischen Artikel zu diesem Thema, den er in einer Vatikanzeitung vor kurzem veröffentlicht hatte, vorab gelesen. Dieses viel kritisierte Schreiben habe "offiziellen Charakter". Spekulationen, er sei mit dem Papst über Kreuz, nannte der Erzbischof "kranke Phantasien". Man kenne den "Sumpf, aus dem die giftigen Dämpfe abgeblasen werden".
Kultur/Medien / DEU / Religion
14.12.2013 · 08:06 Uhr
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