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Gewerkschaft macht Gemalto verantwortlich

Paris (dpa) - Die französische Gewerkschaft CGT macht den Arbeitsdruck beim Chipkartenhersteller Gemalto für den Ausfall von 30 Millionen EC- und Kreditkarten in Deutschland verantwortlich.

Das gelte besonders für das Gemalto-Werk Filderstadt, teilte die CGT am späten Donnerstagabend mit. Die Arbeitsbedingungen seien verschlechtert worden, um die Entwicklungskosten zu senken.

Gemalto scheine das Werk Filderstadt teilweise schließen und die Arbeit in Niedriglohnländer verlegen zu wollen. Auch im Werk La Ciotat bei Marseille, wo die Software für Bankkarten entwickelt werde, sei der Druck gestiegen. «Wenn man die Rentabilität auf Kosten der Belegschaft erhöhen will, hat das Folgen für die Qualität des Endprodukts.»

Die Chips der fehlerhaften Karten können seit Neujahr das Datum nicht korrekt verarbeiten. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hofft, den Fehler mit einer neuen Software beheben zu können. Der Einzelhandel, bei dem 200 000 Zahlterminals an Ladenkassen ebenfalls betroffen sind, forderte Ausfallgarantien und Schadenersatz. Neuere Karten sind von dem Ausfall nicht betroffen. Gemalto ist ein französisches Unternehmen mit Rechtssitz in den Niederlanden.

Banken / Sparkassen / Verbraucher / Frankreich
08.01.2010 · 12:28 Uhr
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