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Gewalttaten gegen US-Soldaten in Deutschland

Die Berliner Diskothek «La Belle» wurde bei einem Bombenanschlag zerstört (Archivfoto vom 05.04.1986).

Berlin (dpa) - Angriffe auf US-Soldaten in Deutschland mit Toten und Verletzten waren bisher meist politisch motiviert. Ein Rückblick:

05.04.1986: In der von Amerikanern besuchten Berliner Diskothek «La Belle» explodiert eine Zeitzünderbombe. Zwei Soldaten und eine türkische Frau sterben. 230 Menschen, darunter 44 Amerikaner, werden verletzt. Drahtzieher des Anschlags soll Libyen sein. Als Vergeltung bombardieren die USA kurz darauf die libyschen Städte Tripolis und Bengasi. 16 Jahre später werden eine Deutsche, zwei Palästinenser und ein Libyer wegen Mordes, Mordversuchs oder Beihilfe verurteilt.

08.08.1985: Eine Bombe explodiert auf dem Luftwaffenstützpunkt Rhein-Main in Frankfurt (Main). Zwei Amerikaner sterben. Einen weiteren Soldaten hatte die RAF zuvor ermordet, um mit seinem Ausweis auf das Gelände zu gelangen. An dem Terrorakt war auch die französische «Action directe» beteiligt.

14./15.12.1982: Die Explosion eines Sprengsatzes beim Starten seines Autos verletzt im hessischen Butzbach einen US-Soldat schwer. Am folgenden Tag wird in Darmstadt ein US-Offizier Opfer eines ähnlichen Anschlags. Als Täter werden 1985 fünf Neonazis verurteilt.

15.09.1981: Die RAF verübt einen Anschlag mit einer Panzerabwehrgranate auf das Auto von General Frederick J. Kroesen in Heidelberg. Der Befehlshaber der Nato-Landstreitkräfte Europa wird leicht verletzt.

31.08.1981: Die Explosion einer Bombe der RAF vor dem Europahauptquartier der US-Luftwaffe in Ramstein (Rheinland-Pfalz) verletzt 20 Menschen, einige von ihnen schwer.

01.12.1976: Auf das Offizierskasino des US-Militärflughafens Rhein-Main in Frankfurt wird ein Anschlag verübt, durch den ein Großbrand entsteht und acht Menschen verletzt werden. Die Terroristengruppe «Revolutionäre Zellen» bekennt sich zu der Tat.

01.06.1976: Bombenattentat einer «Brigade Ulrike Meinhof» auf das V. US-Korps in Frankfurt (Main). 16 Amerikaner werden verletzt.

24.05.1972: Die RAF zündet zwei Autobomben auf dem Gelände des Europahauptquartiers der US-Streitkräfte in Heidelberg. Drei Soldaten werden getötet, fünf verletzt.

11.05.1972: Die RAF verübt aus Protest gegen den Vietnamkrieg einen Bombenanschlag auf eine US-Kaserne in Frankfurt (Main). Ein Oberst stirbt, 13 Menschen werden verletzt.

Kriminalität
03.03.2011 · 22:49 Uhr
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