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Gesundheitsbranche will 70.000 neue Jobs schaffen

Berlin (dts) - Die Gesundheitsbranche entwickelt sich zur Wachstumslokomotive. "Die Gesundheitswirtschaft boomt: Für 2012 plant sie mit 70.000 zusätzlichen Stellen den größten Stellenzuwachs aller Branchen", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe) unter Berufung auf eine Branchenumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Für die Gesamtwirtschaft rechnet der DIHT für 2012 mit 250.000 zusätzlichen Stellen.

Die Umfrage zeigt, dass die Branche in hohem Maße konjunkturunabhängig ist. Während der Optimismus in der Gesamtwirtschaft seit dem Frühsommer 2011 deutlich nachgelassen hat, sank die Stimmung in der Gesundheitsbranche nur geringfügig. Lediglich in der exportabhängigen Sparte Medizintechnik trübte sich die Stimmung etwas, bleibt aber weiterhin positiv. Dagegen erweisen sich die Gesundheits- und sozialen Dienste als gänzlich unbeeindruckt von den allgemeinen Krisensorgen. Und unverändert "äußerst positiv" schätze auch die Pharmaindustrie ihre Situation ein, heißt es in dem Umfrage-Report. Die Ursache für den anhaltenden Aufwärtstrend der Gesundheitsbranche ist laut DIHK-Chef Driftmann "nicht zuletzt der demografische Wandel, der die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen steigen lässt". Das bedeute in Deutschland wie auch weltweit: neue Geschäftsfelder, ein boomender Export sowie einen wachsenden, nicht von der Versicherung finanzierten, zweiten Gesundheitsmarkt, so Driftmann. Der zweite Gesundheitsmarkt umfasst alle medizinischen Leistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden, wie etwa Erkältungsmittel oder Alternativmedizin. Langfristig sieht der DIHK vor allem hier ein großes Wachstumspotenzial. Laut einer noch unveröffentlichten Branchenanalyse des DIHK werden hier schon heute jährlich 60 Milliarden Euro umgesetzt. Allein seit 2006 seien die privaten Gesundheitsausgaben jährlich um sechs Prozent gestiegen. Große Sorgen bereitet der Gesundheitsbranche der Fachkräftemangel. "42 Prozent der Betriebe der Gesundheitswirtschaft sehen den Fachkräftemangel als eines der größten Geschäftsrisiken an", sagte der DIHK-Präsident.
DEU / Arbeitsmarkt
05.12.2011 · 07:05 Uhr
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