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Gesundheitsausgaben steigen auf 263 Milliarden

Eine Apothekerin stempelt ein Rezept: Die Gesundheitsausgaben sind 2008 auf 3210 Euro je Bürger gestiegen.Großansicht
Wiesbaden (dpa) - Die Gesundheitsausgaben in Deutschland klettern trotz aller Sparbemühungen weiter. 2008 wurden 263,2 Milliarden Euro für medizinische Behandlungen, Pflegeleistungen, Arzneimittel und Vorbeugung ausgegeben. Das waren fast 10 Milliarden Euro oder 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Pro Kopf erhöhten sich die Ausgaben um 130 Euro auf 3210 Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag zum Weltgesundheitstag am 7. April mitteilte.

Die gesamten Gesundheitsausgaben entsprachen 10,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Für 2009 rechnen die Statistiker mit einem Anteil über 11 Prozent, da die Wirtschaftsleistung infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise gesunken ist. Seit Beginn der gesamtdeutschen Statistik 1992 wuchsen die Ausgaben um mehr als 100 Milliarden Euro. Seinerzeit lagen sie noch bei knapp 158 Milliarden Euro.

Der Löwenanteil der Gesundheitsausgaben entfällt auf die gesetzliche Krankenversicherung mit 57,5 Prozent (rund 151 Milliarden Euro). Ihre Ausgaben stiegen 2008 im Vergleich zu 2007 um 4,2 Prozent. Damit blieb der Anstieg hinter der privaten Krankenversicherung zurück, deren Ausgaben sich um 6,2 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro erhöhten. Somit entfällt knapp ein Zehntel der Ausgaben auf diesen Versicherungszweig.

Bei den in Anspruch genommenen Leistungen ist der Ausgabenanstieg bei Prävention und Gesundheitsschutz überdurchschnittlich hoch. Dafür wurden 2008 knapp 11 Milliarden Euro ausgegeben, 5,5 Prozent mehr als 2007. Hauptgrund seien höhere Kosten für Früherkennungsmaßnahmen wie Krebsvorsorge und Schutzimpfungen, die 2007 zu Pflichtleistungen der Krankenkassen wurden.

Die Arzneimittelausgaben erreichten im Jahr 2008 43,2 Milliarden Euro, 3,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, seien die Aufwendungen für Arzneimittel mit einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 4,0 Prozent weitaus stärker gewachsen als die gesamten Gesundheitsausgaben mit 2,7 Prozent, stellten die Statistiker fest.

Pressemitteilung: http://dpaq.de/1kP5R

Tabellen zu Gesundheitsausgaben: http://dpaq.de/mvcBb

Gesundheit
06.04.2010 · 14:24 Uhr
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