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Gespräche von Süd- und Nordkorea ohne Ergebnis

Nordkoreanische SoldatenGroßansicht

Seoul (dpa) - Nach monatelangen Spannungen zwischen Süd- und Nordkorea sind erste Gespräche zwischen Militärs aus beiden Ländern ohne sichtbare Annäherung zu Ende gegangen.

Bei dem Treffen auf Arbeitsebene im Grenzort Panmunjom bekräftigte Südkorea die Forderung an Nordkorea nach einer Entschuldigung für die Versenkung eines seiner Kriegsschiffe. Außerdem habe man den Norden dazu aufgerufen, unverzüglich die «militärischen Drohungen und das aggressive Verhalten an den Seegrenzen» zu unterlassen, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Die nordkoreanischen Offiziere hätten die Forderung zurückgewiesen. Die Ermittlungsergebnisse zum Untergang der Korvette «Cheonan» könnten nicht akzeptiert werden. Außerdem behauptete Nordkorea den Angaben Seouls zufolge, dass südkoreanische Marineschiffe wiederholt die Seegrenze im Gelben Meer verletzt hätten.

Südkorea macht das kommunistische Nachbarland für den Untergang der «Cheonan» verantwortlich, bei dem im März nahe der Seegrenze im Gelben Meer 46 Seeleute getötet wurden. Nordkorea bestreitet eine Verwicklung. Es waren die ersten Militärgespräche zwischen beiden Ländern seit fast zwei Jahren. Der Vorschlag dazu war von Nordkorea gekommen. Das Angebot wurde von Beobachtern als weiterer Hinweis dafür verstanden, dass Nordkorea die angespannte Lage entschärfen wolle.

Konflikte / Südkorea / Nordkorea
30.09.2010 · 09:19 Uhr
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