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Generalinspekteur schließt Einsatz von Artillerie in Afghanistan nicht mehr aus

Berlin (dts) - General Volker Wieker, seit Januar 2010 Generalinspekteur der Bundeswehr, schließt erstmals auch den Einsatz schwerer Artillerie-Geschütze vom Typ "Panzerhaubitze 2000" in Kunduz nicht mehr aus. "Ich verlasse mich auf den Rat der Kommandeure vor Ort", sagte Wieker der "Bild-Zeitung". "Wenn man dort zu der Einschätzung gelangt, dass das notwendig und hilfreich ist, werden wir uns dem nicht verwehren", so Wieker. Die Forderung nach dem Einsatz von Kampfpanzern "Leopard 2" wies Wieker hingegen zurück. Diese Art der "Abschreckung" wirke in Afghanistan nicht. "Die Taliban tauchen weg vor Übermacht und bestimmen Ort und Zeit, um zu kämpfen", so Wieker zu "Bild". "Außerdem müssen wir uns fragen, wie wir auf die Bevölkerung wirken, wenn wir mit Panzern anrücken. Wir wollen die Menschen beschützen und nicht verschrecken." Der designierte Wehrbeauftragte Hellmuth Königshaus (FDP) hatte zuvor den Einsatz von Leopard-Panzern in Afghanistan gefordert.
DEU / Afghanistan / Militär
08.04.2010 · 07:54 Uhr
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