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General Motors überdenkt offenbar Verkauf von Opel

Rüsselsheim/Detroit (dts) - Beim US-Autobauer General Motors (GM) gibt es offenbar Überlegungen, die deutsche Opel-Tochter doch im Konzern zu behalten, anstatt sie an einen der beiden verbleibenden Bieter zu verkaufen. Das geht aus einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" hervor. Demnach erarbeite GM momentan einen Finanzierungsplan in Höhe von 4,3 Milliarden US-Dollar (3 Milliarden Euro). Es sei angedacht, den Plan bis zur nächsten GM-Verwaltungsratssitzung Anfang September in Gang zu setzen. Die Bundesregierung und die Opel-Belegschaft reagierten mit Unverständnis auf die Kehrtwende des US-Konzerns. Der Gesamtbetriebsratschef von Opel, Klaus Franz, warnte für den Fall, dass GM die Kontrolle über Opel behält, vor Werksschließungen in Europa. Ein ranghoher Vertreter von General Motors soll noch in dieser Woche zu persönlichen Gesprächen nach Deutschland kommen. Geplant sind direkte Verhandlungen mit der Opel-Task-Force von Bund und Ländern. Die Bundesregierung hat sich mehrfach für den Kauf Opels durch den Autozulieferer Magna ausgesprochen, GM favorisierte bisher das Angebot des Finanzinvestors RHJ. Die US-Regierung, die den neuen GM-Konzern seit der Insolvenz im Sommer mehrheitlich kontrolliert, will sich nach offiziellen Angaben nicht in die Entscheidung von GM über die Zukunft von Opel einmischen.
DEU / USA / Automobilwirtschaft
25.08.2009 · 09:31 Uhr
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