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General Motors fährt auf Insolvenz zu

GM-Zentrale in DetroitGroßansicht
Washington (dpa) - Beim Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) sind alle Weichen für eine Insolvenz gestellt. GM-Chef Fritz Henderson kündigte an, er werde sich am Montag in New York öffentlich äußern.

Es wird erwartet, dass dann auch US-Präsident Barack Obama die «Blitz-Insolvenz» offiziell bekanntgeben wird. Die Einigung mit Opel sowie die Zustimmung der mächtigen Autogewerkschaft UAW zu drastischen Einschnitten dürften eine Insolvenz erleichtern, hieß es am Samstag. Die Staatshilfen für GM werden insgesamt auf rund 50 Milliarden Dollar veranschlagt.

Wie die «Washington Post» berichtete, geht das US-Finanzministerium davon aus, einen großen Betrag dieser Hilfen innerhalb der nächsten fünf Jahren vom «neuen GM» wiederzubekommen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die die Risiken betonen. «Es ist eine große Unsicherheit, ob das Unternehmen gut laufen wird. Der potenziell größte Verlierer ist unglücklicherweise der US-Steuerzahler», sagte Prof. Edward Altmann (New York) der Finanzagentur Bloomberg. Die GM-Aktie gab am Freitag in New York um ein Drittel nach und fiel auf unter einen Dollar.

Unterdessen signalisierte auch das Weiße Haus, dass es eine Insolvenz ins Auge als letzte Überlebenschance für das Traditionsunternehmen ins Auge fasst. Das Beispiel des Autobauers Chrysler - der vor einem Monat in die Insolvenz ging - «ist ein hoffnungsvolles Beispiel für General Motors», sagte der Regierungssprecher Robert Gibbs am Freitag. Er sehe «ermutigende Zeichen» für GM.

Zugleich stimmten auch die Arbeitnehmer Einschnitten zu, die eine Insolvenz erleichtern. Die Zugeständnisse der Gewerkschaft UAW bedeuten für GM jährliche Einsparungen in Milliardenhöhe. Zugleich sieht die Vereinbarung vor, dass die Gewerkschaft einen Anteil von 17,5 Prozent an GM erhalten soll. Die Arbeitnehmer hätten «notwendige und schmerzliche Opfer gebracht», meinte der Gewerkschaftsvorsitzende Ron Gettelfinger. «Diese Vereinbarung gibt GM eine Chance zu überleben.»

Das gerichtliche Gläubigerschutz-Verfahren wäre das größte seiner Art in der US-Geschichte. Die Dauer hängt von den zehntausenden Gläubigern ab, denen der größte US-Autobauer 27 Milliarden Dollar schuldet. Sie haben nach einem verbesserten Angebot nun bis diesen Samstagabend (17.00 Uhr Ortszeit/23.00 MESZ) Zeit, dem Rettungsplan zuzustimmen. Unklar ist allerdings, wann der Ausgang dieser Verhandlungen bekanntgegeben wird.

Auto / GM / Opel / USA
30.05.2009 · 14:19 Uhr
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