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Geldnot treibt Abiturienten zum Studienverzicht

Viele Menschen verzichten wegen Geldsorgen auf ein Studium. (Symbolbild)Großansicht
Berlin (dpa) - Geldsorgen sind für junge Menschen der häufigste Grund für einen Studienverzicht. Dies zeigt eine Allensbach-Umfrage unter 4000 Abiturienten und Studenten in den ersten Semestern.

79 Prozent der Abiturienten, die keine Finanzierungsprobleme während ihrer Ausbildung zu befürchten haben, äußerten bei der Umfrage auch eine feste Studienabsicht. Unter jenen, die hingegen entsprechende Probleme erwarten, waren es nur 44 Prozent. Gut jeder dritte junge Mensch mit Studienberechtigung ist besorgt wegen möglicher Schulden, die später zurückzuzahlen sind. Die am Montag veröffentlichte Umfrage wurde im Auftrag des Reemtsma Begabtenförderungswerkes erstellt.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Studienneigung deutlich zurückgegangen. So verließen 2008 fast 20 Prozent mehr junge Menschen mit dem Zeugnis der Hochschulreife ihre Schule als noch 2003. Im gleichen Zeitraum stieg jedoch die Zahl der Studienanfänger lediglich um knapp 2,5 Prozent.

Die Umfrage zeigt, dass Stipendien der Begabtenförderungswerke bei der Studienfinanzierung bislang nur eine geringe Rolle spielen. Nur vier Prozent der Befragten gaben ab, entsprechende Förderung zu erhalten. Neben Studierenden mit besten Studienleistungen waren vor allem Kinder aus Akademikerfamilien bei der Bewerbung um ein Stipendium überdurchschnittlich erfolgreich.

Das Reemtsma Begabtenförderungswerk unterstützt seit 1957 Schüler und Studenten aus einkommensschwachen Familien.

www.begabtenfoerderungswerk.de

Bildung / Umfragen
29.06.2009 · 12:05 Uhr
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