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Geiselnahme in Kanada unblutig beendet

Edmonton (dts) - Eine knapp zehnstündige Geiselnahme im kanadischen Edmonton konnte gestern unblutig beendet werden. Ein bewaffneter Mann hatte sich mit acht Geiseln im Gebäude einer Berufsgenossenschaft verschanzt. Gegen 8:30 Uhr (Ortszeit) hatte der Mann, der laut Polizei etwa 38 Jahre alt ist, das Gebäude mit einem Gewehr bewaffnet betreten und dabei offenbar einen Warnschuss abgegeben. Zu der Zeit befanden sich etwa 700 Angestellte der Genossenschaft im Haus. Der Großteil von ihnen konnte sich jedoch in Sicherheit bringen. Zwei Männer und sechs Frauen hatte der Täter jedoch als Geiseln genommen und sich mit ihnen in den achten Stock des Gebäudes zurückgezogen. Umgehend alarmierte Polizeikräfte hatten den Geiselnehmer in stundenlangen Verhandlungen dazu gebracht, die Geiseln nacheinander freizulassen. Die letzte Geisel konnte das Gebäude gegen 18 Uhr (Ortszeit) verlassen, der Täter selbst ergab sich etwa 30 Minuten später. Die Hintergründe der Tat sind bislang noch weitgehend unklar. Obwohl die Polizei Telefonkontakt zum Geiselnehmer hatte, wollte dieser keinen Vertreter des Unternehmens sprechen. "Er wollte einfach allein gelassen werden", so ein Mitarbeiter der Polizei, der vermutet, dass der Täter Zugang zu den Medien erhalten wollte. Der Mann lag offenbar mit einem Arzt der Berufsgenossenschaft im Streit, nachdem dieser ihn angeblich falsch behandelt hatte. Wie der Geiselnehmer die Sicherheitskontrollen des Gebäudes mit dem Gewehr passieren und das Zugangskarten-System umgehen konnte, ist bislang unklar.
Kanada / Kriminalität / Geiselnahme
22.10.2009 · 10:06 Uhr
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