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Geisel-Drama vor Somalia spitzt sich zu

«Hansa Stavanger»Großansicht
Berlin/Nairobi (dpa) - Das Geisel-Drama vor Somalia auf dem deutschen Frachter «Hansa Stavanger» spitzt sich laut «Spiegel Online» zu. Demnach verschleppten die Piraten drei der Deutschen, zwei 19-jährige Auszubildende und einen nautischen Offizier, sowie einen russischen Offizier aufs Festland.

Das Schiff mit 24 Besatzungsmitgliedern, darunter fünf Deutsche, war am 4. April von Seeräubern gekapert worden. Die vier verschleppten Seeleute sollen nun mehr als eine Stunde von der somalischen Hafenstadt Haradhere entfernt sein, vor der das Schiff liegt, hieß es am Sonntag bei «Spiegel Online». Das habe einer der Deutschen berichtet. Demnach würden die Piraten nach mindestens drei gescheiterten Verhandlungsrunden zunehmend nervös und verstärkten den Druck auf den Hamburger Reeder.

Das Auswärtige Amt in Berlin verwies auf Anfrage lediglich darauf, dass sich der Krisenstab intensiv um die Lösung des Falles bemüht. Zu Einzelheiten äußerte sich der Sprecher nicht - wie in solchen Fällen üblich.

Laut «Spiegel Online» regt sich unter den Experten des Bundeskriminalamts (BKA) Kritik an der Verhandlungsführung des Besitzers der «Hansa Stavanger», des Hamburger Reeders Frank Leonhardt. Ein hochrangiger Sicherheitsexperte sagte dem Onlinedienst des Hamburger Magazins, der Reeder agiere «sehr hartleibig».

Schifffahrt / Piraten / Somalia
19.07.2009 · 12:53 Uhr
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