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Geheimdokumente: Abbas-Regierung wollte israelische Siedlungen akzeptieren

Jerusalem (dts) - Die Palästinenser-Führung unter Präsident Mahmud Abbas hat Israel im Jahr 2009 angeblich angeboten, seine Siedlungen in Palästina anzuerkennen. Dieses Angebot soll aus bisher geheimen Dokumenten der palästinensischen Unterhändler hervorgehen, die dem arabischen TV-Sender Al Jazeera und der britischen Zeitung "The Guardian" vorliegen. Demnach soll der damalige Ministerpräsident Ahmed Korei vorgeschlagen haben, Israel mit Ausnahme einer, alle jüdischen Siedlungen um Jerusalem annektieren zu lassen.

Die knapp 1.600 Dokumente umfassende Akte gibt angeblich einen Einblick in die rund zehn Jahre andauernden Verhandlungen zwischen Palästinensern, Israel und den USA. So soll ein geplanter Punkt gewesen sein, Israel eine geografische Teilung der Jerusalemer Altstadt vorzuschlagen, bei der Israel die Kontrolle über Teile des armenischen Viertels und über das komplette jüdische Viertel bekommen soll. Auch in der Flüchtlingsfrage wollte man sich demnach annähern. So sollte Israel gestattet werden, zehn Jahre lang jährlich 10.000 Flüchtlinge aufnehmen zu dürfen. Bestätigt wurden die vorliegenden Dokumente bisher weder von israelischer noch von palästinensischer Seite. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat erklärte in einer ersten Stellungnahme, es handele sich bei den Berichten um "Lügen und Halbwahrheiten".
Israel / Weltpolitik
24.01.2011 · 09:08 Uhr
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