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Geehrte Soldaten bemängeln fehlenden Patriotismus

Berlin (dts) - Die Bundeswehr-Soldaten, die von Bundeskanzlerin Merkel mit dem Ehrenkreuz für Tapferkeit ausgezeichnet wurden, bemängeln den fehlenden Patriotismus in Deutschland. Wie drei der vier ausgezeichneten Fallschirmjäger in einem Interview mit dem Magazin "Stern" sagten, seien ihre Landsmänner nur dann patriotisch, "wenn Deutschland Fußball spielt". Es fehle die Unterstützung für den Auslandseinsatz der Bundeswehr, wie ihn etwa die US-Amerikaner ihren Truppen böten. Die Interviewten befürworteten unterdessen, dass der Bundesverteidigungsminister inzwischen von getöteten Soldaten als "Gefallenen" spreche, wollten sich aber nicht in die Debatte einmischen, ob sich Deutschland in Afghanistan im Krieg befinde. In einem Krieg seien die Kombattanten klar an ihrer Uniform zu erkennen, so einer der Fallschirmjäger. "Die Taliban aber kommen daher wie normale Bauern, lachen dich an und schießen dir dann von hinten in den Rücken." Die vier Anfang Juli ausgezeichneten Soldaten hatten im Oktober 2008 versucht, unter Einsatz ihres Lebens mehrere Kameraden sowie afghanische Kinder nach einem Selbstmordattentat nahe Kundus zu retten.
DEU / Afghanistan / Bundeswehr
29.07.2009 · 10:57 Uhr
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