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Gbagbo ruft Anhänger auf, die Kämpfe einzustellen

Abidjan (dpa) - Laurent Gbagbo, der am Montag festgenommene abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, hat an seine Anhänger appelliert, die Waffen niederzulegen.

Der Fernsehsender TCI, der von Anhängern des als rechtmäßigen Präsidenten anerkannten Alassane Ouattara betrieben wird, strahlte am Abend eine kurze Ansprache Gbagbos aus. «Lasst uns das Kämpfen beenden, damit das Land schnell zur Normalität zurückkehrt», sagte er. Während Gbagbo wenige Stunden zuvor in einem ebenfalls bei TCI gesendeten Bericht verschwitzt und verängstigt ausgesehen hatte, wirkte er in seiner Ansprache ruhig und gefasst.

Gbagbo hatte sich am Montagnachmittag in seiner Residenz ergeben, die von französischen Soldaten und den Republikanischen Truppen Ouattaras umstellt war. Seine Festnahme beendete den seit fünf Monaten andauernden blutigen Machtkonflikt in dem westafrikanischen Land. Nach den Wahlen im vergangenen November hatte Gbagbo sich geweigert, die Macht an Ouattara zu übergeben. Zuvor hatte er bereits fünf Jahre ohne Mandat regiert, da die Wahlen nach offiziellem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2005 wegen organisatorischer Probleme und innenpolitischer Konflikte immer wieder verschoben worden waren.

Konflikte / Elfenbeinküste
11.04.2011 · 21:36 Uhr
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