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Gauck zu Gesprächen mit syrischen Flüchtlingen in Friedland

Bundespräsident Gauck besucht das Durchgangslager. Foto: Swen Pförtner

Friedland (dpa) - Bundespräsident Joachim Gauck ist zu Gesprächen mit syrischen Flüchtlingen im Lager Friedland eingetroffen. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begrüßte er zum Auftakt rund ein Dutzend der Bürgerkriegsflüchtlinge mit Handschlag.

Es wird erwartet, dass Gauck sich zur deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik äußern wird. Deutschland hat sich im Rahmen eines UN-Abkommens bereiterklärt, ein Kontingent von 5000 Flüchtlingen aufzunehmen. Die Menschen treffen seit September nach und nach im Lager Friedland ein. Von dort aus werden sie nach jeweils rund zwei Wochen auf die verschiedenen Bundesländer verteilt.

Begrüßt wurde Gauck vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD). Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, mehr als die zugesagten 5000 syrischen Kontingent-Flüchtlinge aufnehmen. Angesichts der Notlage der Menschen müsse jedes EU-Land mehr tun, sagte er dem Deutschlandradio Kultur. Bundesregierung und Bundesländer seien gleichermaßen in der Pflicht.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker sprach sich für die Aufnahme von 50 000 syrischen Flüchtlingen aus. Wenn selbst kleinere Nachbarländer Syriens Hunderttausenden die Hand reichten, müssten auch Deutschland und Europa mehr Notleidenden Zuflucht gewähren.

Bundespräsident / Flüchtlinge
21.11.2013 · 11:25 Uhr
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