News
 

Gauck: Nominierung ist Ehre und Herausforderung

Der Pfarrer Joachim Gauck, früherer DDR-Bürgerrechtler und ehemaliger Bundesbeauftragter für die Unterlagen der DDR-Staatssicherheit.Großansicht
Berlin (dpa) - Der Bundespräsidenten-Kandidat von SPD und Grünen, Joachim Gauck, rechnet sich nur wenig Chancen bei der Wahl am 30. Juni aus. «Ich bin doch Realo, ich bin Realist», sagte der frühere erste Leiter der Stasiunterlagen-Behörde der Nachrichtenagentur dpa.

Die schwarz-gelbe Koalition mit ihrem Kandidaten, dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU), hat in der Bundesversammlung rechnerisch eine klare Mehrheit.

Für den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Gauck ist die Nominierung aber dennoch Ehre und Herausforderung zugleich. «Es ist eine Ehre, eine solche Nominierung zu erhalten und darüber kann ich mich dann auch freuen», erklärte der 70-Jährige. Er sei seit Jahren in Deutschland unterwegs und spreche darüber, dass man Verantwortung akzeptieren und annehmen müsse. «Wenn ich jetzt eine solche Anfrage bekomme für das höchste Amt - soll ich da Nein sagen?», fragte er und gab gleich selbst die Antwort: «Die Freiheit der Erwachsenen heißt Verantwortung.»

Er hätte sich gewünscht, «alle zusammen hätten gesagt: Wollen Sie das nicht machen», berichtete Gauck. Das hätte er sich auch vorstellen können. Da dies nicht der Fall gewesen sei, wäre es aber nicht angemessen, sich gänzlich zurückzuhalten. «Ich wollte dann auch Ja sagen zu der Verantwortung.»

Er werde auch weiter mit Beiträgen über den Grundwert Freiheit zur gesellschaftlichen Debatte beitragen - «ganz unabhängig davon, wo ich am Werke bin», sagte der frühere Rostocker Pfarrer.

Bundespräsident / SPD / Grüne
04.06.2010 · 07:11 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

Weitere Themen