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Gabuns Präsident ruft zu Ruhe im Land auf

Ali Ben Bongo (Archivbild) ruft die Bevölkerung Gabuns zu Ruhe auf.Großansicht
Nairobi/Libreville (dpa) - Der neu gewählte gabunische Präsident Ali Ben Bongo hat nach den seit Donnerstag anhaltenden Unruhen in dem zentralafrikanischem Staat zu Ruhe aufgerufen.

«Wir sind ein Rechtsstaat. Wer Klagen hat, kann sich an die entsprechenden Einrichtungen wenden», sagte er am Sonntag dem französischen Rundfunksender RFI. Bongo ist der Sohn des im Juni gestorbenen Präsidenten Omar Bongo, der den ölreichen Kleinstaat fast 42 Jahre lang regiert hatte. Die Opposition zweifelt Bongos Wahlsieg an, ein «Bürgerbündnis Gabun» sprach auf seiner Internetseite von einem Staatsstreich. Seit die Staatliche Wahlkommission am Donnerstag Bongo zum Wahlsieger erklärte, kam es zu gewalttätigen Protesten. Mindestens zwei Menschen wurden dabei von den Sicherheitskräften getötet.

Wiederholt richteten sich Angriffe gegen französische Einrichtungen. Omar Bongo hatte zeitlebens enge Verbindungen zu der ehemaligen Kolonialmacht, in Gabun sind tausend französische Soldaten stationiert. Innen- und Verteidigungsminister Jean-François Ndongou betonte unterdessen, es bestehe «kein Bedarf für französische Militärhilfe».

Der französische Ölkonzern Total evakuierte am Samstag seine Niederlassung in Port Gentil, dem Wirtschaftszentrum Gabuns, und verlegte die Mitarbeiter in die Hauptstadt Libreville. Port Gentil gilt als Hochburg des Oppositionsführers Pierre Mamboundou. Der Bürgermeister der Stadt wurde am Samstag entlassen, der Flughafen geschlossen. Vor allem in Port Gentil war es in den vergangenen Tagen trotz nächtlicher Ausgangssperre zu Plünderungen gekommen.

Konflikte / Gabun
06.09.2009 · 09:36 Uhr
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