News
 

Gabriel kritisiert Merkels Atom-Festlegung scharf

Berlin (dpa) - Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel hat die Festlegung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf 10 bis 15 Jahre längere Atomlaufzeiten scharf kritisiert.

«Die Festlegung der Kanzlerin zeigt: Es geht nicht um ein zukunftsfähiges Energiekonzept sondern um knallharte Lobby-Politik für die Atomkonzerne», sagte Gabriel am Sonntagabend in Berlin. «Indem sie alte Atomkraftwerke um fast die Hälfte länger laufen lassen will, verkauft sie die Sicherheit der Bevölkerung. An dieser Festlegung sieht man, dass alle Gutachten überflüssig waren.»

Merkel hatte ihre Bewertung auf Basis eines Energiegutachtens getroffen, das die Effekte längerer Laufzeiten auf die künftige Energieversorgung analysiert hatte. Die Opposition kritisiert, dass das Gutachten tendenziös sei und ein beteiligtes Institut mit Millionensummen von den Atomkonzernen RWE und Eon unterstützt wird.

10 bis 15 Jahre längere Laufzeiten würden bedeuten, dass es bis mindestens 2035 deutschen Atomstrom geben würde. Vor rund zehn Jahren hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen, den Union und FDP nun zum Teil rückgängig machen wollen.

Energie / Atom
29.08.2010 · 21:51 Uhr
[1 Kommentar]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen