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Gabriel fordert nationalen «Krippengipfel»

Der Vorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel. Foto: Wolfgang Kumm

Berlin (dpa) - Die SPD verlangt einen nationalen «Krippengipfel», um das drohende Scheitern des Kita-Ausbaus abzuwenden. In knapp 15 Monaten hätten alle Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihre ein- und zweijährigen Kinder.

Wenn der Ausbau jetzt nicht in Gang komme, drohe eine Prozesslawine, sagte Parteichef Sigmar Gabriel der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch). Statt endlich richtig in den Kita-Ausbau zu investieren, wolle die Regierung «junge Eltern mit dem Betreuungsgeld als Billigangebot abspeisen». Dafür würden «zwei Milliarden Euro verpulvert, mit denen man 200 000 zusätzliche Plätze schaffen könnte».

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) müsse jetzt schleunigst einen Gipfel einberufen und dort ein tragfähiges Konzept vorstellen. Es dürfe nicht angehen, «dass der Ausbau von frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten an einer überforderten Ministerin scheitert». An dem Treffen sollten nach Ansicht der Sozialdemokraten auch Länder und Kommunen teilnehmen. «Für die SPD ist klar: Das Betreuungsgeld ist Unsinn. Die Bundesregierung muss sich jetzt endlich ihrer Verantwortung für den Kita-Ausbau stellen.»

Familie / Soziales / Betreuungsgeld
30.05.2012 · 11:15 Uhr
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