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G20-Treffen: Kriterien zur Messung von Ungleichgewichten vereinbart

Paris (dts) - Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben sich auf Kriterien zur Messung von wirtschaftlichen Ungleichgewichten verständigt. Die Staatenlenker trafen sich in Paris, da Frankreich momentan die Präsidentschaft innerhalb der G20 inne hat. Die Finanzminister legten fünf Punkte fest, mit denen die Ungleichgewichte künftig früher und präziser erkannt werden sollen.

Diese umfassen den Schuldenstand und das Haushaltsdefizit eines Landes, die private Sparquote, die realen Wechselkurse und die Währungsreserven. Besonders Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte sich im Vorfeld für dieses Bündel an Indikatoren stark gemacht. Auf Druck von China wurde eine Aufnahme der Zinseinnahmen durch die nationalen Währungsreserven in dieses Programm verhindert. Die französische Finanzministerin Christine Lagarde äußerte sich zufrieden mit den Ergebnissen. Besonders China und Deutschland stehen in der Kritik, da beide Länder hohe Exportüberschüsse generieren und somit auf besondere Weise zu den globalen Ungleichgewichten beitragen.
Frankreich / Weltpolitik / Wirtschaftskrise
19.02.2011 · 17:12 Uhr
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