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Funküberwachungskameras weisen offenbar Sicherheitsmangel auf

Hannover (dts) - Bei der Überprüfung von kommerziell und privat genutzten Funküberwachungskameras sind erhebliche Sicherheitslücken bekannt geworden. Nach Informationen der NDR Fernsehsendung "Niedersachsen 19.30 das Magazin" und der ARD Tagesthemen können solche Kameras ohne größeren technischen Aufwand unbemerkt von Dritten angezapft werden. Es handele sich dabei um sogenannte analoge Funkkameras, die ihre Daten in Form von Bild und Ton auf einen Bildschirm übertragen. Durch frei im Handel erhältliche Funkempfänger können Unbefugte die Daten unbemerkt aufzeichnen und verbreiten. Der Grund für das Sicherheitsloch sei die von den Kameras genutzte Funkfrequenz, die frei zugänglich ist und nicht verschlüsselt werden kann. Auf die Gefahr der unbemerkten Beobachtung durch Dritte werde in den Betriebsanleitungen der Kameras nur unzureichend oder gar nicht hingewiesen. Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Hans-Joachim Wahlbrink sprach nicht nur von einem Skandal, sondern warnte die Nutzer solcher Kameras außerdem vor möglichen Schadenersatzansprüchen. Von den Herstellern der Kameras und ihren Nutzern forderte er mehr Sensibilität beim Umgang mit dem Datenschutz. Bundesweit werden mehrere tausend solcher Kameras zur Überwachung der Kassenbereiche an Tankstellen, in Supermärkten oder Apotheken genutzt.
DEU / Kriminalität
28.01.2010 · 21:29 Uhr
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