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Fromm-Vize Eisvogel möglicher neuer Verfassungsschutzchef

Berlin (dpa) - Der bisherige Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Alexander Eisvogel, ist als Nachfolger von Präsident Heinz Fromm im Gespräch. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur dpa am Montag aus Sicherheitskreisen.

Der 46 Jahre alte Eisvogel gilt schon lange als gesetzter Nachfolger Fromms, der im Juli 2013 mit dem 65. Geburtstag die Altersgrenze erreicht hätte.

Fromm war als Konsequenz aus der Aktenvernichtung im Zusammenhang mit den Neonazi-Ermittlungen zurückgetreten und hatte um Versetzung in den einstweiligen Ruhestand gebeten.

In anderen Sicherheitskreisen wurde darauf hingewiesen, dass Eisvogel die Aufarbeitung der schweren Pannen bei der Aufklärung der Neonazi-Morde in seinen Händen habe. Daher müsse überlegt werden, ob es politisch klug sei, ihn zum Nachfolger Fromms zu machen.

Der in Nordrhein-Westfalen geborene Eisvogel wird Ende Juli 47 Jahre alt. Nach einem Jura-Studium ging er Anfang 1994 zum Bundesamt für Verfassungsschutz und arbeitete dort zunächst in der Spionageabwehr. 2004 übernahm er die Leitung der Abteilung «Islamismus und islamistischer Terrorismus», bevor er im November 2006 Direktor des hessischen Landes-Verfassungsschutzes wurde. Im Mai 2010 kehrte er als Vizepräsident zum Bundesamt zurück.

Extremismus / Kriminalität / Verfassungsschutz
02.07.2012 · 12:54 Uhr
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