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Friedrich vor Tarifrunde verhalten optimistisch

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erwartet, dass die Gewerkschaften von ihrer «unrealistischen Forderung» heruntergehen. Foto: HannibalGroßansicht

Berlin (dpa) - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich unmittelbar vor Beginn der dritten Tarifrunde im öffentlichen Dienst verhalten optimistisch gezeigt.

«Es wird nicht einfach werden», sagte Friedrich am Mittwoch bei seinem Eintreffen in dem Verhandlungshotel in Potsdam. «Wenn ich aber die Signale aus den Gewerkschaften richtig deute, gibt es auch bei ihnen Einigungswillen», sagte der Bundesinnenminister.

Der Bund, die kommunalen Arbeitgeber und die Gewerkschaften verhandeln ab Mittwoch erneut über die Gehälter von rund zwei Millionen Beschäftigten. Friedrich sagte: «Unser Ziel ist es, für die Bürger erneute Streiks zu vermeiden.» Ein Abschluss müsse aber sowohl die Interessen der Beschäftigten berücksichtigen als auch der Haushaltslage der Kommunen Rechnung tragen. Viele kommunale Unternehmen stünden zudem im Wettbewerb mit kommunalen Anbietern.

Die Kontrahenten liegen noch deutlich auseinander. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro - bei einjähriger Laufzeit des Tarifvertrages. Die Arbeitgeber bieten an, die Gehälter mit einem Stufenmodell innerhalb von zwei Jahren um 3,3 Prozent anzuheben. Nach Berechnung der Gewerkschaft würde dies aber im Schnitt nur ein Monatsplus von 1,77 Prozent bedeuten.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes (dbb) hatten seit Anfang vergangener Woche zu umfangreichen Warnstreiks aufgerufen. Zwei Verhandlungsrunden waren bereits ergebnislos verlaufen.

Tarife / Öffentlicher Dienst
28.03.2012 · 13:56 Uhr
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