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Friedensnobelpreis 2013: Kommen die Juroren nicht um Malala herum?

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Oslo (dpa) - Ein Mädchen könnte am Freitag den Friedensnobelpreis bekommen. Unangefochten steht die 16-jährige Malala aus Pakistan an der Spitze der Spekulationen.

Weil sie den Kampf für Bildung für Frauen und Mädchen in ihrer Heimat trotz eines Mordanschlags auf sie fortsetzt, haben Politiker in mehreren Ländern Malala Yousafzai für den renommierten Preis vorgeschlagen. Das norwegische Nobelkomitee könnte sie etwa gemeinsam mit der Unesco auszeichnen, spekulieren skandinavische Medien kurz vor der Bekanntgabe des Preisträgers.

Weitere aussichtsreiche Kandidaten sind der kongolesische Arzt Denis Mukwege, der Ende September für seine Behandlung tausender vergewaltigter Frauen bereits mit einem Alternativen Nobelpreis geehrt wurde, und der weißrussische Menschenrechtler Ales Beljazki.

Unter den bekannten Kandidaten in diesem Jahr ist auch US-Whistleblower Chelsea Manning (früher Bradley Manning). Die Nominierung von Edward Snowden dürfte dagegen zu spät beim Nobelkomitee in Oslo eingegangen sein. Gleiches dürfte für den russischen Präsidenten Wladimir Putin gelten, über dessen Kandidatur der britische «Independent» vergangene Woche berichtete.

Die Verkündung des Friedensnobelpreisträgers bildet den offiziellen Abschluss des Nobelreigens, nach der Verkündung der Preisträger in den Sparten Medizin, Physik, Chemie und Literatur. Der Friedensnobelpreis ist die einzige der mit je 8 Millionen schwedischen Kronen (915 000 Euro) dotierten Auszeichnungen, die nicht in Stockholm vergeben wird. Auch überreicht wird der Preis am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, in Oslo. 2012 hatte die EU die Auszeichnung bekommen.

Nobelpreise / International
10.10.2013 · 21:54 Uhr
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