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Friedensforscher sieht Mängel in Neuausrichtung der Bundeswehr

Berlin (dts) - Der Friedens- und Konfliktforscher Berthold Meyer sieht in der geplanten Neuausrichtung der Bundeswehr Begründungslücken. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) "erweitert den Begriff der Landesverteidigung" sagte Meyer im Interview der "Frankfurter Rundschau" (Freitagausgabe). Das sei ein "neuer und interessanter Akzent".

Meyer kritisiert allerdings die fehlende Begründung, "warum das Einsatz-Kontingent von derzeit 7000 Soldaten auf 10.000 erhöht werden soll. Der Minister nennt zwar ein ganzes Spektrum von Gefahren, erwähnt aber nicht andere Möglichkeiten, dagegen vorzugehen." Probleme beim Umbau der Personalstruktur sieht Meyer vor allem für jüngere Offiziere, "deren Aufstiegschancen begrenzt werden. Da könnte eine Menge Missmut auftauchen." Schwierig werde es auch bei der Frage der Standortschließungen, sagte Meyer: "Hier wird vor allem die CSU blockieren, weil sie möglichst viele Standorte in Bayern halten möchte. Das gilt aber auch für andere Länder. Grundsätzlich ist es so: Werden möglichst viele Standorte erhalten, die Zahl der Soldaten dort aber reduziert, wird Geld verschleudert."
DEU / Militär
20.05.2011 · 01:00 Uhr
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