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Freitagsgebet der iranischen Oppositionsführer

Der iranische Oppositionsführer Mussawi will am öffentlichen Freitagsgebet teilnehmen.Großansicht
Teheran (dpa) - Die iranischen Oppositionsführer im Iran wollen an diesen Freitag gemeinsam an dem öffentlichen Freitagsgebet teilnehmen.

Für den Reformpolitiker Mir Hussein Mussawi, der bei der umstrittenen Präsidentschaftswahl nach offiziellen Angaben klar unterlegen war, wäre es der erste öffentliche Auftritt seit der Abstimmung. Angeführt werden die Freitagsgebete in Teheran von dem einflussreichen Mussawi-Unterstützer, Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani. Auch er hatte seit Wochen in der Öffentlichkeit nicht mehr gesprochen.

Sowohl Rafsandschani als auch Mussawi haben den von offizieller Seite verkündeten Sieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bisher nicht anerkannt. Mussawi war nach der Wahl mehrfach bei den Massenprotesten aufgetaucht, jedoch waren seine kurzen Ansprachen dabei kaum zu hören gewesen, und das staatliche Fernsehen im Iran hatte sie nicht übertragen.

Beobachter erwarten, dass viele Oppositionelle den Auftritt Rafsandschanis und Mussawis beim Freitagsgebet nutzen werden, um sich erneut zu versammeln. Traditionell sind die Freitagsgebete ein Podium für das konservative Establishment.

Konflikte / Wahlen / Iran
16.07.2009 · 12:37 Uhr
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