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Frattini: Italien nicht Teil des Problems

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Frankfurt/Main (dpa) - Italiens Außenminister Franco Frattini sieht sein Land nicht als Teil der Euro-Schuldenkrise und verweist auf die Probleme anderer Länder.

«Ich weigere mich, Italien als Teil des Problems zu sehen, wo doch Frankreich am Zug wäre, das Problem der griechischen Anleihen in den französischen Banken zu lösen», sagte er in einem Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitag). Der Minister der Partei «Volk der Freiheit» von Regierungschef Silvio Berlusconi lehnte zugleich Pläne zur Änderung der EU-Verträge für die dauerhafte Stabilisierung der Eurozone ab. «Es mag in der Sache gute Gründe für eine Reform geben», sagte Frattini, wies aber auf die notwendige Ratifizierung in allen 27 Ländern der Europäischen Union und mögliche Probleme dabei hin.

Der italienische Außenminister lobte den Druck aus Brüssel, der dazu geführt habe, dass sich die Koalition des seit Monaten unter Druck stehenden Ministerpräsidenten Berlusconi kurz vor dem EU-Krisengipfel auf eine Rentenreform und ein Liberalisierungsprogramm verständigt habe. Weiterer Druck aus Brüssel wäre für Italien nach seinen Worten «eine gute Ermutigung». Zugleich betonte Frattini aber auch: «Ich akzeptiere Weckrufe von europäischen Institutionen, aber nicht von einzelnen Regierungen.»

EU / Finanzen / Italien
28.10.2011 · 11:27 Uhr
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